Die Hotelfachschule Thun hat an ihrer 71. Diplomfeier zehn Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet. Die Feier stand im Zeichen eines Spannungsfelds, das die Branche aktuell prägt: technologischer Fortschritt und persönliche Gastfreundschaft.
Der Studiengang begann vor rund dreieinhalb Jahren – in einer Phase grosser Unsicherheit während der Pandemie. Dass sich die Studierenden dennoch für eine Ausbildung in der Hotellerie entschieden, wertet die Schule als Zeichen von Zuversicht.
Ausbildung im Wandel
Während der Ausbildung erlebten die Studierenden einen starken technologischen Umbruch. Künstliche Intelligenz hielt Einzug in Unterricht und Praxis. Anwendungen wie ChatGPT wurden zunehmend Teil von Lernprozessen und Projektarbeiten. Damit gehört der Abschlussjahrgang zu den ersten, die ihre Ausbildung unter diesen neuen Bedingungen absolvierten.
Mensch bleibt zentral
Schulleiter Raphaël Gaudart betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der persönlichen Begegnung. Zwar würden Hotels immer stärker vergleichbar, etwa über Online-Plattformen. Den Unterschied mache jedoch weiterhin der Mensch. Technologie könne Abläufe erleichtern, ersetze aber keine echte Gastfreundschaft.
Praxisnahe Ausbildung
Gastredner Christian Oliveira, selbst Absolvent der Schule und heute Unternehmer, hob die Praxisnähe der Ausbildung hervor. Auch scheinbar trockene Inhalte wie Finanzbuchhaltung seien entscheidend für den späteren beruflichen Erfolg.
Auszeichnungen
Mehrere Studierende wurden für ihre Leistungen ausgezeichnet. Den besten Abschluss erzielte Alissia Zurflüh mit einem Notenschnitt von 5,52. Weitere Preise gingen an Tanja Gisin und Manuel Klopfstein. Die beste Diplomarbeit wurde ebenfalls prämiert. (mm)
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