Vor fünf Jahren machte die Stanserhorn-Bahn ernst mit Regionalität. Im Drehrestaurant Rondorama sollte möglichst auf den Teller kommen, was in der Schweiz und im Alpenraum gewachsen, produziert oder verarbeitet worden war. Selbst beim Frühstück zeigte sich der Anspruch: Walliser Aprikosensaft ersetzte Orangensaft, Schweizer Rapsöl das Olivenöl.[RELATED]
Hartweizengries aus der Schweiz
Unter dem Konzept «kulinarische Essenz der Alpen» suchte das Team gezielt nach Produzentinnen und Produzenten. Alpenhonig kam von Sepp Odermatts Bienenvölkern auf der Alp Bluematt, Alpkäse von der Alpkäserei Huismatt. Für die Älplermagronen wurde Schweizer Hartweizengriess verwendet.
Auch alte Traditionen wurden aufgegriffen. Die Metzgerei von Roman Stalder in Ennetbürgen entwickelte für das Stanserhorn eine Streckwurst mit Äpfeln. Historisch wurden solche Würste mit Zutaten wie Kartoffeln, Chabis oder Brot gestreckt, wenn Fleisch knapp war.
Sommerserie
Die Serie «Heute vor fünf Jahren» blickt auf Meldungen zurück, die den Tourismussektor und die Hotel- sowie Gastrobranche 2021 geprägt haben.
Schweizer Produkte als Erfolgsfaktor
«Wir wollen mit unseren Gerichten Geschichten erzählen», erklärte die damalige Drehrestaurant-Gastgeberin Fränzi Mohn. Hinter den Lebensmitteln sollten die Menschen sichtbar werden, die sie herstellten.
Das Konzept war 2021 nicht nur eine Ankündigung. Laut Geschäftsbericht lebte das Restaurant-Team die «kulinarische Essenz der Alpen» bereits seit 2020 und entwickelte sie laufend weiter. Fünf Jahre später prägt sie das gastronomische Angebot auf dem Stanserhorn weiterhin. (redaktion/bb)