Klimatische Veränderungen, wirtschaftliche Realitäten und steigende gesellschaftliche Erwartungen stellen den alpinen Tourismus vor grundlegende Fragen. Wie zukunftsfähig sind bestehende Modelle? Welche Investitionen tragen auch in 20 oder 30 Jahren noch? Und wie behalten Bergbahnen und Destinationen ihre gesellschaftliche Legitimation?
Das 35. TFA TourismusForum Alpenregionen vom 13. bis 15. April 2026 in Lech Zürs am Arlberg stellt sich diesen Fragen bewusst ohne Ideologie – aber mit Realitätssinn.
«Der Berg verhandelt nicht.»
Das Leitthema ist Programm. Auftauender Permafrost, kürzere Winter, Naturereignisse, globale Marktbewegungen: Der alpine Raum setzt klare Rahmenbedingungen. Strategien, Geschäftsmodelle und Visionen müssen sich daran messen lassen, ob sie unter realen Bedingungen tragfähig sind.
Standortbestimmung auf Augenhöhe
Das TFA versteht sich seit 35 Jahren als unabhängiger Denk- und Diskussionsraum der alpinen Tourismuswirtschaft im deutschsprachigen Raum. Am jährlichen Bergbahn- und Tourismusgipfel bringt es Entscheidungsträger aus Bergbahnen, Destinationen, Hotellerie, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammen.
Zu den Impulsgebern zählen unter anderem der Tourismusökonom Prof. Dr. Thomas Bieger, Unternehmer Reto Gurtner (Weisse Arena Gruppe), Vertreter der Lech Bergbahnen sowie Fachpersonen aus Diplomatie, Infrastruktur und Naturgefahrenmanagement. Unterschiedliche Perspektiven werden bewusst nebeneinandergestellt – nicht als Gegenpole, sondern als Gesprächspartner.
Diskutiert werden Fragen wie:
| • | Wie behalten Bergbahnen ihre gesellschaftliche Legitimation? |
| • | Welche Geschäftsmodelle machen Destinationen robuster? |
| • | Wie gelingt unternehmerische Weitsicht im Spannungsfeld zwischen lokaler Verankerung und globaler Konsolidierung? |
| • | Was bedeutet Realitätssinn konkret für Investitionen, Infrastruktur und Innovation? |
Gastgeberdestination mit Signalwirkung
Mit Lech Zürs am Arlberg wurde eine Destination gewählt, die exemplarisch für viele dieser Fragestellungen steht: international positioniert, tief lokal verwurzelt und mit jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit alpinen Realitäten.
Forumstouren führen unter anderem auf den «Weissen Ring» – mit Einblicken in moderne Beschneiungsinfrastruktur – sowie hinter die Kulissen einer autofreien alpinen Infrastruktur in Oberlech. Begegnungsformate wie das Dine-Around in Oberlech oder der Abend auf der Rud-Alpe schaffen Raum für Austausch jenseits des Plenums.
Realität statt Rezeptdenken
Das TFA setzt 2026 bewusst auf Substanz statt Schlagworte. Auf Dialog statt Polarisierung. Und auf Entscheide, die sich in der praktischen Realität bewähren.
Denn am Ende gilt: Nicht alles ist verhandelbar. Der Berg nicht.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
www.tourismusforum.ch