Das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz zeigt deutliche regionale Unterschiede. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ersteintritte im Berner Oberland um 21 Prozent, wobei der Vollbetrieb der im Vorjahr wegen Umbauarbeiten eingeschränkt betriebenen Schilthornbahn zum Ergebnis beitrug. Graubünden legte um elf Prozent zu, die Waadtländer und Freiburger Alpen um fünf Prozent und die Zentralschweiz um vier Prozent. Im Wallis und Tessin blieben die Zahlen stabil. Die Ostschweiz verzeichnete ein Minus von vier Prozent. Grund dafür ist laut Verband die Betriebseinstellung der Säntis-Schwebebahn; ohne diesen Effekt hätte die Region ein Plus von 14 Prozent erreicht. [RELATED]

27 Prozent über dem Fünfjahresschnitt

Auch längerfristig liegen die Gästezahlen höher. Schweizweit übertreffen die Ersteintritte den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um 27 Prozent. Im Berner Oberland beträgt das Plus 58 Prozent, in der Zentralschweiz sowie in den Waadtländer und Freiburger Alpen jeweils 28 Prozent. Graubünden liegt 13 Prozent, das Tessin neun Prozent und das Wallis acht Prozent über dem Vergleichswert. Die Ostschweiz liegt wegen des Ausfalls der Säntis-Schwebebahn fünf Prozent darunter.

Heisser Sommer stützt die Nachfrage

Seilbahnen Schweiz führt die Entwicklung unter anderem auf das Wetter zurück. Nach dem heissen Juli lag die Schweizer Mitteltemperatur im August laut MeteoSchweiz 3,5 Grad über der Norm von 1991 bis 2020. Der Verband berichtet zudem von einer starken Nachfrage durch Gäste aus der Schweiz und den Nachbarländern sowie Zuwächsen aus Nordamerika. Diese hätten in den meisten Regionen den Rückgang asiatischer Gäste kompensiert. Das Saison-Monitoring umfasst Daten von über 140 Seilbahnunternehmen und deckt laut Verband mehr als 90 Prozent des Umsatzes der Schweizer Bergbahnen ab. (mm)