Der Lehrverbund Seilbahnlehren des Ostschweizer Verbands der Seilbahnunternehmungen (OSVS) ist ins dritte Betriebsjahr gestartet. Die Zahl der Lernenden ist seit der Gründung gestiegen: Im ersten Jahr waren es 15, aktuell absolvieren 20 Jugendliche aus der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein ihre Ausbildung im Verbund. Sieben von ihnen sind neu im ersten Lehrjahr. Angeboten werden die Ausbildungen Seilbahnmechatroniker/-in EFZ und Seilbahner/-in EBA. [RELATED]

Sicherheitskurs zum Auftakt

Das Ausbildungsjahr begann am 18. August mit einem gemeinsamen Kurs bei den Bergbahnen Flumserberg. Neun Lernende aus dem ersten und dritten Lehrjahr beschäftigten sich mit der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz. Neben Materialkunde standen praktische Übungen in der Betriebshalle der 8er-Gondelbahn BergJet sowie an einer Seilbahnstütze auf dem Programm.

Der Lehrverbund setzt auf die Zusammenarbeit zwischen Seilbahnbetrieben, Industrieunternehmen und Fachspezialisten. Dazu gehören auch Austauschwochen in anderen Betrieben. Laut OSVS haben sich diese sowie die gemeinsame Einsatzplanung in den ersten beiden Betriebsjahren bewährt.

«Die beiden ersten Jahre haben bestätigt, dass es richtig war, die Kräfte zu bündeln», sagt OSVS-Geschäftsführer Roger Walser.

Seit diesem Jahr können Jugendliche während der Seilbahnlehre auch die Berufsmatura absolvieren. Nach dem Lehrabschluss besteht zudem die Möglichkeit zur Weiterbildung zur Seilbahnfachperson. (mm)

15 Unternehmen im Lehrverbund
Dem Lehrverbund gehören 15 Unternehmen als Lehrbetriebe, Platzierungsbetriebe oder Ausbildungspartner an. Die Koordinationsstelle liegt bei Bartholet Ropeways in Flums. Unterstützt wird das Ausbildungsmodell mit Bundesmitteln des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).