Die Destination Bern blickt auf ein erfolgreiches Tourismusjahr zurück. An der Generalversammlung genehmigten die Aktionärinnen und Aktionäre die Jahresrechnungen 2025 der Bern Welcome AG sowie ihrer Tochtergesellschaften. Der konsolidierte Gewinn beträgt 299'092 Franken. [RELATED]

Auch touristisch entwickelte sich die Destination positiv. 2025 wurden in der Destination Bern insgesamt 1'489'330 Logiernächte registriert, davon 1'080'646 in der Stadt Bern. Gleichzeitig trieb Bern Welcome verschiedene Zukunftsprojekte in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Destinationsentwicklung voran.

Der Gewinn verteilt sich auf die drei Gesellschaften: Die Bern Welcome AG erzielte einen Überschuss von 84'671 Franken, die Bern Tourismus AG 162'984 Franken und die Bern Meetings & Events AG 51'437 Franken. Laut Verwaltungsrat stärkt das Ergebnis die finanzielle Stabilität der Organisation und ermöglicht die Fortsetzung der eingeleiteten Sanierung.

Neuerungen im Verwaltungsrat

Die Generalversammlung wählte drei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat: Milena Daphinoff als Vertreterin von BernCity, Jonas Scharf für die Kursaal Bern AG sowie Pascal Jenny für die BERNEXPO AG. Andreas Wyss wurde als Verwaltungsratspräsident bestätigt. Er führte das Gremium bisher gemeinsam mit Sven Gubler im Co-Präsidium. Neu übernimmt Flavia Wasserfallen das Vizepräsidium.

Aus dem Verwaltungsrat verabschiedet wurden Sven Gubler, Kevin Kunz und Tom Winter.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Zu den wichtigsten Projekten des vergangenen Jahres zählt Bern Welcome die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprojekts PUMA sowie die Einführung neuer digitaler Plattformen. Zudem erhielt die Organisation die internationale TourCert-Zertifizierung und erreichte im Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable die höchste Stufe «Level III – Leading».

Für die kommenden Jahre will Bern Welcome die Digitalisierung weiter vorantreiben und die Nachhaltigkeitsstrategie ausbauen. Laut CEO Manuela Angst sieht sich die Destination dafür gut aufgestellt. (mm)


[IMG 2] Nachgefragt bei Manuela Angst, CEO Bern Welcome

Mit knapp 1,5 Millionen Logiernächten bewegt sich Bern auf hohem Niveau. Wo sehen Sie aktuell das grösste Wachstumspotenzial für die Destination?

 Wir verfolgen bewusst keine Strategie des quantitativen Wachstums um jeden Preis. Unser Potenzial liegt in einer höheren touristischen Wertschöpfung durch qualitätsorientierte Angebote, längere Aufenthalte sowie eine stärkere Nachfrage in den Nebensaisons. Gleichzeitig wollen wir die Zusammenarbeit mit unseren Teilregionen und touristischen Akteur:innen weiter stärken und Bern als nachhaltige Ganzjahresdestination positionieren.


Bern Welcome hat das Jahr mit einem Gewinn abgeschlossen und spricht gleichzeitig von einer laufenden Sanierung. Was bedeutet das konkret – welche Herausforderungen bleiben bestehen?

Der Gewinn stärkt unsere finanzielle Basis und ermöglicht es uns, die eingeleitete Sanierung konsequent weiterzuführen. Unser Ziel ist es, Bern Welcome langfristig wirtschaftlich stabil aufzustellen und gleichzeitig gezielt in Zukunftsthemen zu investieren.


Das Digitalisierungsprojekt PUMA gilt als eines Ihrer wichtigsten Zukunftsprojekte. Welchen konkreten Nutzen werden Gäste und touristische Partner davon spüren?

Unser Digitalisierungsprojekt PUMA schafft die Grundlage für eine moderne, vernetzte Destinationsplattform. Gäste profitieren von einer einfacheren Informationssuche und einer verbesserten digitalen Customer Journey. Gleichzeitig schaffen wir effizientere Prozesse, bessere Datengrundlagen sowie neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Vermarktung für unsere touristischen Akteuren.


Bern Welcome ist mit TourCert und Swisstainable Level III zertifiziert. Wie stellen Sie sicher, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Label bleibt, sondern messbare Wirkung entfaltet?

Nachhaltigkeit ist bei Bern Welcome ein Führungs- und Managementthema und fest in unserer Unternehmensstrategie verankert. Klare Ziele, konkrete Massnahmen und eine regelmässige Erfolgskontrolle sorgen dafür, dass wir messbare Fortschritte erzielen.


Mit den personellen Veränderungen im Verwaltungsrat beginnt ein neues Kapitel. Welche Schwerpunkte möchten Sie gemeinsam mit dem neuen Gremium in den nächsten zwei bis drei Jahren setzen?

Mit dem neu zusammengesetzten Verwaltungsrat werden wir den eingeschlagenen strategischen Weg konsequent weiterführen. Im Fokus stehen die Digitalisierung, die nachhaltige Destinationsentwicklung sowie die langfristige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der finanziellen Stabilität von Bern Welcome. (nde)