Die BLS Schifffahrt AG will ihre Motorschiff-Flotte auf dem Thuner- und Brienzersee bis 2050 schrittweise elektrifizieren. Ziel ist ein emissionsfreier Betrieb. Gleichzeitig sollen die Schiffe künftig auch als mobile Stromspeicher dienen und so zur Stabilisierung des Schweizer Stromnetzes beitragen.

Gemäss einer Mitteilung strebt das Unternehmen eine Speicherkapazität an, die jener von rund 300 grossen Elektroautos entspricht. Besteht ein Stromüberschuss, werden die Batterien geladen. Bei Engpässen soll die gespeicherte Energie wieder ins Netz zurückfliessen.

Ladeinfrastruktur wird vorbereitet

Ein erstes Konzept für das Vorhaben wurde gemeinsam mit dem Energieberatungsunternehmen Ecoforce erarbeitet. Derzeit laufen Gespräche mit der Stadt Thun und Energieversorgern. Zudem hat die BLS eine Vorstudie für die Ladeinfrastruktur auf dem Werftareal in Thun in Auftrag gegeben. Sie soll als Grundlage für die Ausschreibung im Jahr 2027 dienen.

Die BLS Schifffahrt AG ist eine Tochtergesellschaft der BLS AG. Sie beschäftigt rund 125 Mitarbeitende und betreibt eine Flotte von zwölf Schiffen, darunter drei historische Dampfschiffe. Im Jahr 2025 transportierte das Unternehmen rund 1,64 Millionen Fahrgäste. (keystone-sda)


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