Die Stadt Bellinzona will ihre drei Burgen und die Befestigungsanlagen gezielt weiterentwickeln. Vorgesehen sind neue Dauerausstellungen, zusätzliche öffentlich zugängliche Bereiche sowie eine eigenständige Organisation für den Betrieb der Anlage. Insgesamt sind Investitionen von über 19 Millionen Franken geplant.
Ziel ist es, das Unesco-Welterbe stärker als zusammenhängende Attraktion zu positionieren. Besucherinnen und Besucher sollen künftig auch bisher nicht zugängliche Bereiche entdecken können. Gleichzeitig werden Wege verbessert und barrierefreie Zugänge geschaffen.
Ein zentraler Schritt ist die Bündelung unter dem Namen «Fortezza» für die drei Burgen. Damit soll der Auftritt geschärft und die internationale Sichtbarkeit erhöht werden. Ergänzend ist ein Ticketsystem vorgesehen, das auch für Reiseveranstalter neue Möglichkeiten schafft.
Die erste Umsetzungsphase dauert voraussichtlich rund vier Jahre. Erste Bereiche könnten im Hinblick auf das Projekt Kulturhauptstadt 2030 eröffnet werden.
HotellerieSuisse Sopraceneri unterstützt das Vorhaben. Der Verband sieht darin Potenzial für zusätzliche Nachfrage und mehr Wertschöpfung in der Region. In der Mitteilung wird zudem eine mögliche Verdreifachung der Besucherzahlen als Perspektive genannt. (mm)