Die Mitgliederversammlung von World Heritage Switzerland (WHES) hat am 17. und 18. März in Müstair zentrale Weichen gestellt. Der Verband koordiniert das Netzwerk der Unesco-Welterbestätten in der Schweiz und will deren Sichtbarkeit weiter stärken.[RELATED]

Neben dem finanziellen Überblick standen strategische Entwicklungen im Zentrum. Ziel bleibt, den Wert der Stätten besser zu vermitteln und die Öffentlichkeit stärker einzubeziehen.

Neues Innotour-Projekt
Mit Unterstützung des Staatssekretariats für Wirtschaft startet WHES ein neues Innotour-Projekt. Es trägt den Titel «Vom Konsumieren zum Verdienen einer Destination».

Der Ansatz setzt auf Gamification. Besuchende sollen aktiv eingebunden werden und die Bedeutung der Welterbestätten spielerisch erfahren. Damit will der Verband das Bewusstsein langfristig stärken.

Unterstützung aus der Westschweiz
Zusätzliche Mittel kommen von der Loterie Romande. Sie unterstützt während zwei Jahren gezielt Projekte in der Westschweiz.

Damit lassen sich bestehende Vermittlungsangebote ausbauen und neue Bildungsformate entwickeln. Die nationale Koordination bleibt dabei zentral.

Einblick ins Kloster St. Johann
Das Rahmenprogramm führte die Teilnehmenden ins Benediktinerinnenkloster St. Johann. Präsentationen und Führungen zeigten den karolingischen Freskenzyklus sowie laufende Restaurierungsarbeiten.

Die Versammlung verband damit strategische Diskussionen mit konkreten Einblicken in ein Welterbe von über zwölf Jahrhunderten Geschichte. (mm)