Die Grundbildung für Hotellerie und Gastronomie zieht vom Schulhotel Regina in Interlaken auf den Campus der Hotelfachschule Thun (HFT). Damit bündeln die Verantwortlichen die touristische Ausbildung an einem zentralen Standort und schaffen im Kanton Bern ein Kompetenzzentrum, das den gesamten Karriereweg – von der ersten Schnupperlehre bis zum Management-Diplom – abdeckt.

Der Schritt sei eine direkte Antwort auf den anhaltenden Fachkräftemangel, schreibt die HF Thun. Ziel ist es, die Ausbildungsqualität weiter zu stärken, Synergien zu nutzen und die Attraktivität der Berufe in Hotellerie und Gastronomie zu erhöhen. Die Konzentration in Thun soll zudem den Austausch zwischen Grundbildung und höherer Berufsbildung intensivieren und den Übergang innerhalb der Bildungskette vereinfachen.

HotellerieSuisse steht als Stifter der HF Thun und Interessenvertretung der Branche vollkommen hinter dieser Entscheidung und unterstützt die Neuausrichtung, heisst es seitens der Verbandsleitung.

Die Stiftung Tschumi, Eigentümerin des Schulhotels Regina, wird verschiedene Optionen für die Zukunft der Liegenschaft prüfen.

Strategische Partnerschaften für hohe Standards
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit des Stiftungsrates mit der EHL Group. Diese Partnerschaft sichert eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung, fördert Innovation und verankert internationale Standards in der Ausbildung. Ergänzt wird dies durch die enge Anbindung an HotellerieSuisse, die als Branchenvertreterin dafür sorgt, dass die Ausbildungsgänge konsequent an den aktuellen Bedürfnissen des Arbeitsmarktes ausgerichtet sind.

Durch den Umzug profitieren die Lernenden direkt von der Nähe zur höheren Berufsbildung. «Wir bieten nun eine lückenlose Bildungskette an einem Ort an», sagt Raphaël Gaudart, Site Manager und Schulleiter der HFT. «Vom ersten Tag der Lehre bis zum Abschluss an der Hotelfachschule begleiten wir die Talente in ihrem gewohnten Umfeld. Dieses übergreifende Angebot ist ein grosser Mehrwert für alle Beteiligten.»

Starker Praxisbezug
Der deutschsprachige Campus in Thun verfügt über eine moderne Infrastruktur mit professionellen Schulküchen und zeitgemässen Unterrichts- und Seminarräumen. Trotz der stärkeren akademischen Einbettung bleibt der Praxisbezug ein zentrales Element. Die Ausbildung ist eng an den Arbeitsalltag gekoppelt und wird von erfahrenen Fachpersonen getragen, die mit den aktuellen Herausforderungen der Branche vertraut sind.

Mit der Bündelung in Thun stärkt das Berner Oberland seine Position als wichtiger Ausbildungsstandort für den touristischen Nachwuchs. Die Hotelfachschule Thun besteht seit 1987 und bietet ein breites Spektrum eidgenössisch anerkannter Berufs- und Weiterbildungsprogramme an. (mm)