Die digitale Sichtbarkeit von Hotels steht vor einem Wandel. Zu diesem Schluss kommt ein neues White Paper der HES-SO Valais-Wallis. Verfasst wurde die Studie von den Tourismusforschern Roland Schegg und Jean-Claude Morand vom Institut für Tourismus der Hochschule für Wirtschaft.
Der Bericht zeigt: Immer häufiger suchen Reisende nicht mehr über klassische Suchmaschinen oder Buchungsplattformen nach Unterkünften. Stattdessen greifen sie auf KI-basierte Systeme und digitale Assistenten zurück, die direkt Empfehlungen aussprechen. Für Hotels verändert sich damit die Logik der digitalen Auffindbarkeit.
Strukturierte Daten werden entscheidend
Im Zentrum steht laut den Forschenden die Qualität und Konsistenz von Daten. KI-Systeme analysieren Informationen aus verschiedenen Quellen gleichzeitig – etwa von Hotelwebsites, Buchungsplattformen oder Bewertungsportalen. Stimmen Angaben zu Ausstattung, Lage oder Dienstleistungen nicht überein, kann dies die Sichtbarkeit eines Betriebs verringern.
Hotels sollten deshalb ihre Informationen möglichst strukturiert und einheitlich auf allen Plattformen bereitstellen. Dazu gehören etwa klar definierte Beschreibungen von Zimmern, Services und Angeboten.
Neue Form der Optimierung
Die Studie beschreibt eine Weiterentwicklung der klassischen Suchmaschinenoptimierung. Neben SEO gewinnt die sogenannte «Generative Engine Optimization» an Bedeutung. Ziel ist es, dass Hotels von KI-Systemen korrekt verstanden und in deren Empfehlungen berücksichtigt werden.
Voraussetzung dafür sind sauber strukturierte und konsistent kommunizierte Daten, die die Sichtbarkeit sowohl in Suchmaschinen als auch in KI-basierten Antwortsystemen verbessern können.
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