Am Gründonnerstag, drei Tage vor Ostern, sind die Hotels im Tessin zu knapp 70 Prozent ausgelastet. Für die Präsidentin von HotellerieSuisse Ticino ist die gute Auslastung auch eine Folge des Krieges im Nahen und Mittleren Osten und der damit verbundenen Unsicherheit bei Flugreisen. [RELATED]

13 Prozent besser gebucht als im Vorjahr
Im Sopraceneri lag die Auslastung der Hotels am Gründonnerstag bei rund 72 Prozent, im Sottoceneri bei gut 71 Prozent, wie HotellerieSuisse-Ticino-Präsidentin Sonja Frey auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Etwas schlechter gebucht sei die Region Mendrisio, was die Zahlen im Sottoceneri etwas «drücke».

Das Luganese liege derzeit vor dem Locarnese, resümierte Frey. Im letzten Jahr lag die Auslastung der Tessiner Hotels bei Regenwetter insgesamt bei knapp 58 Prozent.

Schönes Wetter und Unsicherheiten wegen Nahost-Konflikt
Die Präsidentin von HotellerieSuisse Ticino führt die vielen Buchungen nicht nur auf die Aussichten auf schönes und warmes Frühlingswetter zurück. «Ich habe von vielen Gästen gehört, dass sie im Moment nicht in unsichere Gegenden fliegen möchten und deshalb in die Südschweiz gereist sind.»

Ähnlich wie während der Coronavirus-Pandemie könnte sich der Südkanton auch bei der momentan unsicheren Weltlage wieder als sichere und stabile Feriendestination erweisen, während bei Flügen beispielsweise nach Asien mit Umsteigen im Nahen Osten grosse Unsicherheit besteht.

«Das könnte sich für uns als Plus erweisen», resümierte Frey. Die definitiven Zahlen stehen aber noch aus, denn: «Vor Ostern buchen die Gäste extrem kurzfristig», sagte Frey. (keystone-sda)