Ab Januar 2027 bietet die Hotelfachschule Thun den Studiengang dipl. Hotelier-Gastronom HF beziehungsweise dipl. Hotelière-Gastronomin HF, Professional Bachelor, ausschliesslich berufsbegleitend an. Studierende mit einem einschlägigen eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) können den Abschluss in zweieinhalb Jahren erwerben, Quereinsteigende in dreieinhalb Jahren. Beide Wege führen zu einem eidgenössisch anerkannten HF-Abschluss.
Fachkräftemangel als Grund für die Neuausrichtung
Hinter der Umstellung steht insbesondere der anhaltende Fachkräftemangel. Mit dem berufsbegleitenden Modell sollen Studierende während ihrer Ausbildung im Arbeitsmarkt bleiben. Sie arbeiten während des Studiums in der Regel mit einem Pensum von 50 bis 70 Prozent weiter.
«Qualifizierte Mitarbeitende werden heute und nicht erst nach dem Studienabschluss benötigt», sagt Raphaël Gaudart, Schulleiter der Hotelfachschule Thun. Weiterbildung müsse Teil der Lösung sein und dürfe den Fachkräftemangel nicht verschärfen.
Wissen fliesst direkt in die Betriebe
Das Studienmodell soll Theorie und Berufspraxis eng verbinden. Projekte und Transferarbeiten basieren laut Schule auf Herausforderungen aus dem Berufsalltag, sodass neu erworbenes Wissen unmittelbar in die Betriebe einfliessen kann. Studentin und Ambassadrice Larissa Gienal sagt dazu: «Ich kann Verantwortung im Betrieb übernehmen und gleichzeitig meine Führungs- und Managementkompetenzen ausbauen.» Mit dieser Umstellung wird die Hotelfachschule Thun, die einzige sein, die ausschliesslich auf berufsbegleitende Ausbildung setzt. (mm)
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