Ernst Aschi Wyrsch, Präsident von HotellerieSuisse Graubünden, eröffnete die Delegiertenversammlung von HotellerieSuisse Graubünden mit einem klaren Befund: Die Branche erzielt zwar steigende Umsätze und Logiernächte, leidet jedoch weiterhin unter tiefen Margen. Der Fokus liege oft auf Gäste- und Mitarbeitendenzufriedenheit, zu selten auf betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie dem EBITDA. Der Verband verstehe sich dabei nicht als Befehlsempfänger, sondern als Impulsgeber: Denkprozesse sollen angeregt, nicht Vorschriften gemacht werden.

Podium: Chancen jenseits der Saison
Im Zentrum der Versammlung stand das Podiumsgespräch zum Thema «365 Tage Business – what else?». Jürg Schmid, Präsident von Graubünden Ferien, plädierte in seinem Input für Priorität im Sommergeschäft, neue Reisemotive, Internationalisierung sowie ganzjährige Erlebnisangebote. Eine Schlüsselrolle spielen dabei nicht nur Hotels, sondern die gesamte Dienstleistungskette.

Erfolgsfaktoren aus der Praxis
In der anschliessenden Diskussion teilten Myriam Schlatter von Laudinella St. Moritz, Renato Fasciati von der Rhätischen Bahn und Marc Schlüssel von der Lenzerheide Marketing und Support AG ihre Erfahrungen mit verlängerten Saisons. Ihr Fazit: Der alpine Tourismus hat Zukunft, wenn Nebensaisons aktiv genutzt und Kooperationen in den Destinationen gestärkt werden.

Ehrenmitgliedschaft für Felix Dietrich
Ein emotionaler Moment war die Wahl von Felix Dietrich vom Hotel Waldhaus in Sils Maria zum Ehrenmitglied. Er prägte die Branche über Jahrzehnte hinweg, unter anderem durch sein langjähriges Engagement im Vorstand und in Kommissionen von HotellerieSuisse. (mm)

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