Der Entscheid des Nationalrats gegen die Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes für Beherbergungsleistungen hat bei der Mitte eine deutliche Reaktion ausgelöst. In einem unmittelbar nach der Abstimmung veröffentlichten Video bekräftigen mehrere Parlamentarierinnen und Parlamentarier ihre Unterstützung für die Schweizer Hotellerie und den Tourismus. [RELATED]

Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy spricht von einem enttäuschenden Entscheid und betont die Bedeutung des Tourismus für die Schweiz. Die Partei verweist darauf, dass sie sich geschlossen für die Beibehaltung des reduzierten MWST-Satzes eingesetzt habe und kündigt an, sich im Ständerat weiterhin für die Vorlage starkzumachen.

Im Video unterstreichen mehrere Mitglieder der Mitte-Fraktion die Bedeutung des Tourismus für Bergregionen, ländliche Räume und zahlreiche kleine und mittlere Hotelbetriebe. Diese stünden weiterhin unter hohem Wettbewerbs- und Kostendruck und seien auf stabile Rahmenbedingungen angewiesen.

Video: Die Mitte kämpft weiter für Mehrwertsteuer-Sondersatzes für Beherbergungsleistungen

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Der Nationalrat war am Dienstag mit 105 zu 75 Stimmen bei 15 Enthaltungen nicht auf die Vorlage eingetreten. Damit könnte der heute geltende MWST-Sondersatz von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen Ende 2027 auslaufen. Ohne eine gesetzliche Verlängerung würde künftig der Normalsatz von 8,1 Prozent gelten.

HotellerieSuisse spricht von widersprüchlichem Signal

HotellerieSuisse reagierte mit Unverständnis auf den Entscheid. Der Verband spricht von einem widersprüchlichen Signal an die Branche: Einerseits habe das Parlament mit der Motion Friedli anerkannt, dass der Tourismus Planungssicherheit brauche. Andererseits verweigere der Nationalrat nun die gesetzliche Grundlage dafür. «Der MWST-Beherbergungssatz ist ein wichtiges Instrument für eine stand-ortgebundene Branche, die ihre Leistungen in der Schweiz erbringt, aber im internationalen Wettbewerb steht», erklärte Christian Hürlimann, Direktor von HotellerieSuisse. Der Verband appelliert nun an den Ständerat, «diese Inkonsistenz zu korrigieren» und der Weiterführung des Beherbergungssatzes zuzustimmen.

Jetzt liegt der Ball beim Ständerat

Auch HotellerieSuisse bedauerte den Entscheid. Der Verband appelliert an den Ständerat, die Vorlage zu unterstützen und damit die Planungssicherheit für die international konkurrenzierende Schweizer Beherbergungsbranche zu erhalten.