Die Verlängerung des MWST-Sondersatzes für Beherbergungsleistungen ist in die parlamentarische Beratung gestartet. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats spricht sich mit 14 zu 11 Stimmen dafür aus, den heute bis Ende 2027 befristeten Satz von 3,8 Prozent bis Ende 2035 weiterzuführen.[RELATED]
Grundlage ist die vom Parlament überwiesene Motion «MWST-Sondersatz». Planungssicherheit für den Tourismus». Der Bundesrat legte dazu im April die Botschaft vor. Der Nationalrat dürfte die Vorlage am 16. Juni beraten.
Wettbewerb bleibt zentral
HotellerieSuisse wertet den Kommissionsentscheid als wichtiges Signal für die Branche. Der Verband argumentiert, die Hotellerie erbringe ihre Leistungen in der Schweiz, stehe aber im direkten internationalen Wettbewerb. Eine Erhöhung des Satzes würde Übernachtungen verteuern und damit nicht nur Hotels, sondern auch weitere touristische Leistungsträger belasten.
Akzeptanz vor Ort lösen
HotellerieSuisse verweist zugleich auf Herausforderungen im Tourismus, etwa bei Verkehr, Raum, Umwelt und Akzeptanz in der Bevölkerung. Diese Fragen müssten lokal angegangen werden. Im Juni 2026 lanciert der Verband dazu eine Toolbox zur Tourismusakzeptanz. (mm)