Unter dem Motto «Wasser schützen, nutzen und erleben» beschäftigte sich die 18. Jahrestagung mit den unterschiedlichen Ansprüchen an die Ressource Wasser. Gerade in inneralpinen Trockentälern wie dem Unterengadin ist Wasserknappheit eine Herausforderung, die durch den Klimawandel verstärkt wird. Arno Kirchen und Angelika Abderhalden stellten das integrale Einzugsgebietsmanagement im Unterengadin vor. Es soll die Interessen verschiedener Akteure aufeinander abstimmen und Synergien ermöglichen. Eine Wasserleitung könnte beispielsweise im Sommer die Alpwirtschaft versorgen und im Winter dem Skitourismus dienen. [RELATED]
Wasser als Bestandteil des touristischen Angebots
In Workshops diskutierten die Teilnehmenden, wie Betriebe ihren Wasserverbrauch reduzieren und Wasserressourcen gerecht verteilt werden können. Weitere Themen waren die touristische Vermittlung von Wassererlebnissen und die Mineralquellen des Unterengadins. Exkursionen rund um Guarda und Ardez widmeten sich unter anderem der Wasserversorgung auf Berghütten, der Renaturierung von Mooren und der Bedeutung von Dorfbrunnen. Ernst Bromeis stellte zudem die Bedeutung des Wassers als begrenzte Ressource in den Mittelpunkt seines Referats.
115 Teilnehmende aus 30 Bergsteigerdörfern
Mit Lavin, Guarda und Ardez richtete erstmals ein Schweizer Bergsteigerdorf die internationale Jahrestagung aus. Die Vorträge und Workshops fanden in Lavin statt, während die Exkursionen vorwiegend in der Umgebung von Guarda und Ardez durchgeführt wurden. Die Teilnehmenden übernachteten in Gastbetrieben der Gemeinden Zernez und Scuol. Die von Alpenvereinen getragene Initiative Bergsteigerdörfer setzt sich für naturnahen Tourismus und den Erhalt der alpinen Natur- und Kulturlandschaft ein. Ihr gehören europaweit 43 Dörfer an, fünf davon in der Schweiz. (mm)