Rund 30 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Schweizer Lebensmittelbranche haben sich am CEO-Event von United Against Waste mit der Frage beschäftigt, wie Unternehmen ihre Kundschaft dabei unterstützen können, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Das Treffen fand im Rahmen der Nationalen Woche gegen Food Waste statt.

Bislang lag der Fokus vieler Unternehmen vor allem auf den eigenen Abläufen. Lebensmittelverluste wurden gemessen, Ursachen analysiert und interne Prozesse angepasst. Nun rückt stärker die Frage in den Vordergrund, welchen Einfluss Sortiment, Angebote und Kommunikation auf das Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten haben.

Haushalte verursachen einen Viertel der Verluste

In Schweizer Haushalten werden laut United Against Waste jährlich rund 80 Kilogramm essbare Lebensmittel pro Person weggeworfen. Mengenmässig entspricht dies etwa einem Viertel der Lebensmittelverluste in der Schweiz. Insgesamt fallen hierzulande pro Jahr rund 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittelverluste an.

Für Unternehmen sieht das Branchennetzwerk unter anderem bei der Gestaltung von Produkten und Angeboten Potenzial. Am Treffen wurde diskutiert, wie Lösungen gegen Lebensmittelverschwendung stärker auf den konkreten Nutzen für die Kundschaft ausgerichtet werden können. Als mögliche Faktoren wurden Geschmack, Qualität, Gesundheit, Einfachheit und Preis genannt.

Gastronomie setzt bei Planung und Angebot an

Für Gastronomie und Gemeinschaftsgastronomie reichen die Ansatzpunkte von der Menü- und Mengenplanung über die Lagerbewirtschaftung bis zur Buffetgestaltung und Kommunikation mit den Gästen. GastroSuisse verweist zudem auf die wirtschaftliche Bedeutung: Weniger weggeworfene Lebensmittel senken die Kosten eines Betriebs.

United Against Waste zählt mehr als 200 Unternehmen und Organisationen aus Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsgastronomie, Verarbeitung, Handel und weiteren Bereichen der Lebensmittelwirtschaft zu seinem Netzwerk. (mm)


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