Fachkräftemangel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Nachfolgefragen: Die Herausforderungen in der Hotellerie sind komplex. Wer Unterstützung sucht, muss sich oft zuerst orientieren, welche Fachstelle zuständig ist. Concierge+ soll diese Suche vereinfachen und den Weg zur passenden Ansprechperson verkürzen. Seit kurzem bietet HotellerieSuisse dafür einen zentralen Einstiegspunkt für betriebliche Herausforderungen.
Angebot für Mitglieder
Die Plattform Concierge+ von HotellerieSuisse unterstützt Hotelbetriebe mit Beratung, Dienstleistungen und Partnerangeboten. Für HotellerieSuisse-Mitglieder ist sie kostenlos.
Hier mehr über Concierge+ erfahren.
Netzwerk von 200 Partnern
Hinter dem Angebot steht ein Team von acht Inhouse-Experten der Geschäftsstelle sowie ein weitreichendes Netzwerk von über 200 Partnern. Der Prozess ist auf eine schlanke Organisation ausgelegt: Über ein Onlineformular erfasst der Hotelier oder die Hotelière das Anliegen in etwa fünf Minuten. Das Versprechen des Verbands lautet, dass innerhalb von maximal fünf Arbeitstagen eine persönliche Rückmeldung sowie ein konkreter Terminvorschlag erfolgen. Die Frist dient dazu, das Anliegen vorab zu analysieren und die passenden Fachpersonen oder Partner einzubeziehen. So erhalten Betriebe bereits im Erstgespräch eine erste Einordnung und konkrete Empfehlungen.
Herzstück des Services ist ein rund 30-minütiger Austausch per Telefon oder Videocall mit einem Experten für das Anliegen. Geleitet wird der Bereich von Reto Rüegg. Als SHL-Alumnus und Leiter Mitglieder & Erfa-Gruppen bei HotellerieSuisse kennt er die operativen Sorgen in den Betrieben. Er betont die bewusste Niederschwelligkeit des Formats: «Mit Concierge+ bauen wir Barrieren ab», sagt er. Ziel sei eine rasche Orientierung ohne lange Abklärungen oder formelle Prozesse.
Es handelt sich dabei nicht um eine langfristige Projektbegleitung, sondern um einen «Lotsendienst» auf Augenhöhe, der hilft, die aktuelle Situation präzise zu beurteilen und die nächsten Schritte effektiv zu planen. [RELATED]
Beispiel Brandschutz: Hilfe bei neuen Vorschriften
Das Themenspektrum reicht von der Hotelklassifikation und dem Arbeitsrecht über Marketingstrategien bis hin zur Implementierung von KI-Technologien. Wie diese Vernetzung in der Praxis funktioniert, lässt sich am aktuellen Thema Brandschutz illustrieren.
Mit Concierge+ bauen wir Barrieren ab.
Reto Rüegg, Leiter Mitglieder & Erfa-Gruppen HotellerieSuisse
Mit dem neuen Pyroverbot seit April kommen neue bürokratische Hürden auf die Betriebe zu: Klassische Anwendungen wie Tortenfontänen oder Tischbomben sind in Innenräumen künftig verboten, während professionelle Showeffekte bewilligungspflichtig werden. Ein betroffener Hotelier erhält via Concierge+ Antworten auf seine Fragen und wird, falls nötig, auch mit spezialisierten Partnern wie der GVB Services AG oder Safehotel-Star-Zertifizierungen vernetzt.
Finanzielle Initialunterstützung
Damit eine vertiefte externe Beratung nicht an den Kosten scheitert, hat HotellerieSuisse ein finanzielles Anreizsystem integriert. Stellt die Fachperson im Erstgespräch einen nachweislichen Beratungsbedarf fest, erhalten Betriebe einen Voucher im Wert von bis zu 1500 Franken, was bis zu zehn Beratungsstunden entspricht. Der Voucher ist 180 Tage gültig und kann im Partnernetzwerk von HotellerieSuisse eingelöst werden. Übersteigen Aufwand oder Stundensatz des Partners den Voucherwert, trägt der Betrieb die Differenz. Reto Rüegg sieht den Mehrwert von Concierge+ vor allem in der aktiven Vernetzung. «Wir lassen unsere Mitglieder nicht mit einer Liste von Telefonnummern allein», sagt er. Stattdessen begleitet Concierge+ die Betriebe bis zur passenden Ansprechperson.
