Vom 15. bis 31. Mai findet in Zürich und Freiburg die Eishockey-WM statt. Bereits über 300'000 Tickets sind verkauft. Der Grossevent hilft Zürcher Hotels, die durch den Nahostkonflikt entstandenen Einbussen bei den Logiernächten abzufedern. Vor allem Hotels in Stadionnähe und in der Innenstadt profitieren, ein Effekt auf die gesamte Region bleibt aus. [RELATED]
Hotels in unmittelbarer Nähe zum Eishockeystadion in Zürich verzeichnen rund um das Turnier einen positiven Effekt auf ihre Auslastung, sagt Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Auch verschiedene Stadthotels in der Zürcher Innenstadt berichteten von einer «soliden Nachfrage».
Hotels ausserhalb des Stadtzentrums spüren laut Wüthrich kaum Auswirkungen des Turniers. Ein Effekt auf die umliegenden Regionen bleibe aus.
Gleichzeitig spüren die Hotels den anhaltenden Nachfragerückgang infolge des Nahostkonflikts. Die Weltmeisterschaft dürfte zwar helfen, die Vorjahreswerte zu erreichen. Ein Übertreffen hält der Zürich-Tourismus-Direktor jedoch aufgrund der geopolitischen Lage und der damit verbundenen schwächeren Gesamtnachfrage als «unwahrscheinlich».
Komplexe Organisation und hohen Anforderungen
Zürich Tourismus nimmt bei der Eishockey-Weltmeisterschaft eine unterstützende Rolle ein, wie Wüthrich ausführt. Der Fokus liege unter anderem auf der Koordination mit Partnern aus der Hotellerie und Gastronomie sowie darauf, «optimale Rahmenbedingungen» für Teams und Gäste zu schaffen.
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Organisatoren der Eishockey-WM fühlen sich auf Kurs, wie das «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF1 berichtet. Christian Hofstetter, OK-Chef der Eishockey-WM, betonte jedoch die «riesige Dimension» des Anlasses: Der Platz rund um die Stadien sei knapp, weshalb man versuche, «jeden Quadratmeter optimal zu nutzen». Die Sicherheit der Besucher und Teams habe oberste Prioriät. (keystone-sda)