Hotelratings gehören zu den meistbeachteten Orientierungshilfen in der Hospitality. Doch wie entsteht eigentlich ein Ranking wie «Die 150 besten Hotels der Schweiz»? Im Podcast «Destination Switzerland» gibt Hoteltester, Buchautor und Chefredaktor von «Die 150 besten Hotels der Schweiz» Andrin Willi Einblick in seine Arbeit – und räumt mit einigen Mythen auf.
Das Rating basiert nicht nur auf persönlichen Eindrücken. Ein grosser Teil der Bewertung stützt sich auf Gästerückmeldungen von Plattformen wie Booking oder Google. Gleichzeitig prüfen die Tester selbst vor Ort das Angebot, den Zustand des Hauses, die Gastgeberqualität und die Innovationskraft eines Betriebs.
Destination Switzerland
Tourismusexperte Jürg Schmid spricht einmal im Monat mit spannenden Exponentinnen und Exponenten der Branche über Themen, die der Schweizer Hospitality unter den Nägeln brennen.
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Wenn Details den Unterschied machen
Gerade an der Spitze entscheiden oft Nuancen. Zwischen Rang eins und fünf liegen laut Willi manchmal weniger als ein Punkt. Ausschlaggebend sind dann häufig Details – etwa die Art der Gästekommunikation oder die Authentizität des Gastgebers.
Auch der Blick hinter die Kulissen gehört für den Hoteltester dazu: Wie Mitarbeitende geführt werden oder wie ein Betrieb mit Ressourcen umgeht, sagt für Willi viel über die Qualität eines Hauses aus.
Nachhaltigkeit als Differenzierungsfaktor
Beim Thema Nachhaltigkeit sieht Willi ein differenziertes Bild. Für viele Gäste sei sie nicht das erste Entscheidungskriterium. Wohl aber ein wichtiges, wenn mehrere Hotels zur Auswahl stehen. Besonders spannend findet er Betriebe, die Nachhaltigkeit mit überzeugenden Angeboten und fairen Preisen kombinieren.
Im Podcast geht es zudem um die Zukunft klassischer Hotelratings im Zeitalter von KI und Influencern und darum, warum menschliche Expertise in der Beurteilung von Hotelerlebnissen weiterhin eine zentrale Rolle spielen dürfte.
