Über 7,5 Millionen Logiernächte verzeichnete die Tourismusregion Zürich im vergangenen Jahr – ein Rekord. Dennoch wächst der Druck auf die Betriebe. Insbesondere beim Brandschutz sehen sie eine Ungleichbehandlung.

Unterschiedliche Vorgaben
Ab 20 Zimmern ist für Hotels eine Brandmeldeanlage obligatorisch. Diese Investitionen schlagen sich in den Betriebskosten und letztlich in den Zimmerpreisen nieder. Professionelle Airbnb-Anbieter, die mehrere Wohnungen im selben Gebäude vermarkten, unterstehen dieser Pflicht nicht im gleichen Umfang.

Michael Böhler, Präsident der Zürcher Hotellerie, betont gegenüber dem «Tagesanzeiger», es gehe nicht um Privatpersonen, die ihre Wohnung während Ferien vermieten. Kritik richtet sich vielmehr gegen gewerbsmässige Anbieter mit mehreren Einheiten.

Politische Klärung gefordert
Die Branche fordert, dass für professionelle Kurzzeitvermietungen vergleichbare Brandschutzauflagen gelten wie für Hotels. Zunächst brauche es jedoch verlässliche Zahlen: Wie viele entsprechende Angebote es in der Stadt Zürich tatsächlich gibt, ist unklar. Die Schätzungen reichen von 2000 bis 6000 Einheiten.

Für die Zürcher Hotellerie steht fest: Gleiche Rahmenbedingungen sind entscheidend für einen fairen Wettbewerb im urbanen Tourismusmarkt.


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