Das traditionsreiche Luxus-Badhotel Verenahof in Baden AG war einst das Herzstück des historischen Bäderquartiers. Heute präsentiert sich der denkmalgeschützte Gebäudekomplex als Baustelle.

Seit Sommer 2023 stehen die Sanierungsarbeiten still. Trotz bereits getätigter Investitionen von rund 30 Millionen Franken liegt das Projekt auf Eis. Die ursprünglich veranschlagten Kosten von ebenfalls 30 Millionen Franken hatten sich im Verlauf der Planung auf rund 90 Millionen Franken erhöht.

Ursprünglicher Plan: Reha-Klinik
Eigentümerin ist die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden. Sie verfolgt seit 2010 das Ziel, den Komplex in eine Reha-Klinik umzubauen. Mehrere Anläufe scheiterten. Wie SRF zuerst berichtete, prüft der Aargauer Investor und Immobilienentwickler Christoph Schoop nun eine alternative Nutzung des Areals.

Seine Vision sieht einen Nutzungsmix vor: Geplant sind Räume für Kunst und Kultur, Wohnungen sowie ein Boutique-Hotel. Die Thermalquelle im Untergeschoss soll weiterhin für Wellnessangebote genutzt werden. Für die Umsetzung wären laut Schoop zusätzliche Investitionen von 40 bis 50 Millionen Franken erforderlich. Er signalisiert Bereitschaft, sich als Co-Investor zu engagieren. Konkrete Pläne liegen derzeit jedoch noch nicht vor.

Die Stiftung äussert sich zurückhaltend zu den Vorschlägen. Weitere Informationen sollen im ersten Quartal 2026 folgen. Im Bäderquartier kursieren seit Jahren unterschiedliche Ideen, darunter ein Projekt des Architekten Mario Botta, das am Denkmalschutz scheiterte, sowie Pläne für Appartements. Ob die neue Vision eine Zukunft hat, bleibt offen.