Trotz der Auswirkungen der Iran-Krise blickt der Schweizer Tourismus vorsichtig optimistisch auf die Sommermonate. Das zeigen aktuelle Branchenumfragen von Schweiz Tourismus sowie Rückmeldungen der Auslandsvertretungen. [RELATED]

Die wichtigsten Herkunftsmärkte – die Schweiz, Deutschland, die USA, Grossbritannien und Frankreich – bilden das stabile Fundament der Sommersaison. Besonders der Heimmarkt entwickelt sich positiv: Im April lagen die Hotellogiernächte von Schweizer Gästen 5,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch die Nachfrage aus den USA bleibt hoch.

Asien und Golfstaaten bleiben unter Druck
Weniger erfreulich präsentiert sich die Situation in Asien. Während sich China stabilisiert, liegen Indien und weitere Fernmärkte weiterhin deutlich unter dem üblichen Niveau. Auch die Golfstaaten erholen sich zwar langsam, dürften das Vorjahresergebnis aber klar verfehlen.

«Der Buchungsrückstand für Asien und die Golfstaaten wird 2026 nicht mehr aufzuholen sein», sagt Simon Bosshart, Leiter Märkte Ost bei Schweiz Tourismus. Aus einzelnen Märkten seien jedoch ab Juli wieder stärkere Impulse zu erwarten.

Premiumsegment erholt sich schneller
Die Rückmeldungen aus der Branche zeigen zudem Unterschiede zwischen den Segmenten. Während sich die Buchungslage in der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie stabilisiert hat, berichten Betriebe im mittleren und unteren Preissegment weiterhin von Herausforderungen.

Positive Signale kommen auch aus der Parahotellerie: Campingplätze, Ferienwohnungen und Jugendherbergen verzeichnen höhere Buchungsstände als im Vorjahr.

Vorsichtiger Optimismus
Trotz Rückgängen in einzelnen Fernmärkten deuten die Vorlaufindikatoren auf eine robustere Sommersaison hin als noch vor wenigen Monaten erwartet. Dazu tragen insbesondere der starke Heimmarkt und das Image der Schweiz als sichere Reisedestination bei. (mm)