Immer mehr Reisende nutzen für die Hotelsuche generative KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity. Statt einer Liste mit Suchtreffern liefern diese oft nur wenige konkrete Empfehlungen. Eine neue Studie der Marketingagentur Maxonline hat deshalb untersucht, welche 4- und 5-Sterne-Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz in solchen KI-Antworten erscheinen.[RELATED]
Von den 515 analysierten Hotels – darunter 84 in der Schweiz – erreichen Schweizer Häuser mit durchschnittlich 14,3 von 100 möglichen Sichtbarkeitspunkten den höchsten Wert im Ländervergleich. Deutschland folgt mit 11,2 Punkten, Österreich mit 9,6. Im Destinationsranking liegen Zürich (20,2 Punkte), St. Moritz (19,2), Grindelwald (17,2) und Zermatt (16,3) an der Spitze.
Vorsprung mit Einschränkung
Die Studienautoren relativieren gegenüber «htr hotelrevue» den Schweizer Spitzenplatz. Der Vorsprung sei vor allem auf wenige international bekannte Hotelmarken zurückzuführen. Ohne diese würde der Unterschied zu Deutschland und Österreich deutlich geringer ausfallen.
Insgesamt zeichnet die Untersuchung ein zurückhaltendes Bild: Gemäss der Studie erreichen 93 Prozent der analysierten Hotels weniger als 20 von 100 Sichtbarkeitspunkten und erscheinen damit nur selten in KI-Empfehlungen.
Ketten sind häufiger präsent
Auffällig ist der Unterschied zwischen Hotelketten und privat geführten Einzelhäusern. Ketten- und Mehrhaus-Domains erreichen durchschnittlich 36,2 Punkte, Einzelhotels 11,2 Punkte. Die Studienautoren führen dies darauf zurück, dass Ketten in deutlich mehr Themenfeldern präsent sind und dadurch häufiger in KI-Antworten erscheinen.
Die Untersuchung basiert auf modellierten Sichtbarkeitsdaten des Analyseunternehmens Semrush. Die Autoren weisen darauf hin, dass die Werte als Richtgrössen zu verstehen sind und Entwicklungen sowie Muster aufzeigen, nicht aber exakte Messungen einzelner Hotels.
Methodik
Für die Studie wurde die KI-Sichtbarkeit von 515 4- und 5-Sterne-Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz analysiert. Grundlage sind modellierte Daten von Semrush, eine All-in-One-Marketingplattform für SEO, Content-Marketing und Wettbewerbsanalyse, zu generativen KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini und Perplexity. Bewertet wurde ausschliesslich, ob Hotels bei nicht markengebundenen Suchanfragen mit Buchungsabsicht in KI-Empfehlungen erscheinen.
Zur vollständigen Studie
