Eine Woche lang beschäftigten sich die Schweizer Studierenden mit dem norwegischen Trondheim und dessen touristischem Angebot. Nach Gesprächen und Interviews mit lokalen Partnern entwickelten vier Gruppen im Auftrag der Organisation «Visit Trondheim» konkrete Vorschläge. Dazu gehören fünf thematische Food-Touren, welche lokale Spezialitäten, Produzenten und Gastronomiebetriebe verbinden sollen. Für den Naturtourismus entstanden Ideen wie ein Bike-Trail, ein Open-Air-Kino und ein Themen-Trail mit dem Kajak. [RELATED]

Kultur- und Pilgertourismus im Fokus

Unter dem Titel «The Heart of Norway – Norges hjerte» erarbeitete eine Gruppe eine Positionierung, die Geschichte, Kultur und urbanes Leben verbinden soll. Zu den Vorschlägen zählen eine Trondheim-Card und ein Land-Art-Festival sowie langfristig eine Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt. Eine weitere Gruppe befasste sich mit dem Olav-Jubiläumsjahr 2030, das an den Tod von Wikingerkönig Olav Haraldsson im Jahr 1030 und die damit verbundene Christianisierung Norwegens erinnert. Zu dieser Zeit werden in ganz Norwegen vermehrt Pilgernde aus aller Welt erwartet, so auch in Trondheim. Lichtinszenierungen, interaktive Erlebnisse und digitale Kommunikation sollen gemäss ihrem Konzept die Pilgergeschichte zeitgemäss vermitteln und jüngere Gäste ansprechen.

Präsentation vor lokalen Tourismusakteuren

Zum Abschluss präsentierten die Studierenden ihre Konzepte vor rund 30 lokalen Tourismusakteuren. TFBO-Direktor Stefan Otz hebt insbesondere den Praxisbezug des Auslandseminars hervor: «Unsere Studierenden konnten die Destination selbst erleben, sich mit Fachpersonen austauschen und daraus konkrete Ideen entwickeln.» Die Verbindung von Theorie und Praxis mache ein solches Auslandseminar wertvoll, so Otz. (mm)