Pasquale Castagliuolo, kann ein Luzerner in Thun glücklich werden?

Ja, absolut. Luzern bleibt meine Heimat, aber Thun gefällt mir sehr gut. Es erinnert mich an ein Luzern meiner Jugend: etwas kleiner, etwas entspannter und sehr sympathisch.

Sie wechseln vom Hotel Kurhaus Flühli ins Deltapark Vitalresort Gwatt. Was hat Sie gereizt?

Im Entlebuch habe ich erlebt, wie ein unabhängiger Hotelbetrieb funktioniert. Davor war ich bei der internationalen Hotelmarke Radisson. Im «Deltapark» habe ich nun das Gefühl, die Mitte gefunden zu haben. Ich bin Teil einer Gruppe, aber nicht einer grossen Kette. Das ist genau das, was ich gesucht habe.

Was meinen Sie mit «die Mitte gefunden»?

In einer Hotelgruppe profitiert man von gemeinsamen Strukturen, ist nah am Gast und an den Mitarbeitenden. Gleichzeitig gibt es individuelle Entwicklungschancen. Genau diese Kombination habe ich gesucht.

Ich bin noch jung und habe vielleicht einen etwas anderen Spirit.

Sie sind gelernter Koch. Hilft Ihnen das heute noch?

Jeden Tag. Ich habe als Servicefachmann angefangen, später die Ausbildung zum Koch gemacht und die Hotelfachschule Luzern absolviert. Dadurch verstehe ich viele Perspektiven. Wenn irgendwo der Schuh drückt, kann ich die Situation meistens gut einordnen und nachvollziehen.

Sie waren bereits drei Jahre Direktor. Weshalb reizt Sie die neue Aufgabe als Vizedirektor trotzdem?

Weil ich mich weiterentwickeln möchte. Im Kurhaus Flühli habe ich enorm viel gelernt. Gleichzeitig treffe ich jetzt auf Menschen mit viel Erfahrung. Direktor Kevin Furrer weiss unglaublich viel und bringt einen grossen Leistungsausweis mit. Von solchen Leuten kann man lernen.

Was bringen Sie in die neue Aufgabe ein?

Ich bin noch jung und bringe vielleicht einen etwas anderen Spirit mit. Mir ist wichtig, dass ich etwas bewirken kann und eigene Ideen einbringen darf.

Was darf Ihr Team erwarten?

Ehrliche Kommunikation. Ich spreche Dinge offen an und äussere auch kritische Gedanken. Fairness und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe sind für mich zentrale Werte. Die Mitarbeitenden liegen mir am Herzen. Es ist mir wichtig, sie zu fördern, zu unterstützen und ihre Leistungen wertzuschätzen.

Sie nennen Rafael Nadal als Vorbild. Weshalb ausgerechnet ihn?

Weil er für Disziplin und Kampfgeist steht. Und weil er immer wieder Wege gefunden hat, nach Rückschlägen zurückzukommen. Das finde ich beeindruckend. Gerade in unserer Branche braucht es diese Haltung. 


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