Der US-amerikanische Hotelkonzern Hyatt steigerte den vergleichbaren Zimmererlös pro verfügbarem Zimmer im ersten Quartal 2026 um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark entwickelten sich Luxusmarken und All-inclusive-Resorts. Dort stieg der Netto-Gesamtumsatz pro verfügbarem Zimmer um 7,4 Prozent.

In der Schweiz ist Hyatt derzeit mit Hotels in Zürich vertreten, darunter das Park Hyatt Zurich sowie zwei Häuser im Circle am Flughafen Zürich.

Der Quartalsabschluss von Hyatt in Kürze:
- Luxus- und Freizeitsegmente bleiben Wachstumstreiber.

- Das Asset-Light-Modell stärkt Erträge und Kapitalrendite.

- Geopolitische Risiken beeinflussen die Nachfrage zunehmend regional.

Freizeitreisende treiben das Geschäft
Vor allem individuelle Freizeitreisende sorgten für Wachstum. Gruppen- und Geschäftsreisen entwickelten sich dagegen nur moderat. Gleichzeitig belasteten geopolitische Spannungen die Nachfrage. Auch Sicherheitsbedenken in Mexiko wirkten sich negativ auf Resortbuchungen aus.

Gebührenmodell stärkt die Erträge
Die Einnahmen von Management- und Franchisegebühren stiegen um 8,6 Prozent auf 333 Millionen US-Dollar. Besonders stark entwickelten sich die Basisgebühren aus Management- und Franchiseverträgen. Damit zeigt sich, wie konsequent Hyatt auf ein kapitalarmes Geschäftsmodell setzt. Der Konzern besitzt immer weniger Hotels selbst und verdient stärker an Gebühreneinnahmen.

Gewinn wächst langsamer
Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte 266 Millionen US-Dollar, ein Plus von 2,1 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 38 Millionen US-Dollar. Hyatt passte gleichzeitig die Berechnungsmethode des bereinigten Betriebsergebnisses an. Das erschwert den direkten Vergleich mit früheren Quartalen.

Mehrere Häuser eröffnet
Die Entwicklungspipeline wuchs auf rund 151'000 Zimmer, ein Plus von 9,4 Prozent. Neu eröffnet wurden unter anderem Häuser in Lissabon und Shanghai. Internationale Hotelgruppen investieren damit weiterhin stark in Lifestyle- und Luxusmarken.

Weniger Investitionen, mehr Rückflüsse
Hyatt kaufte im ersten Quartal eigene Aktien im Wert von 135 Millionen US-Dollar zurück. Für 2026 plant der Konzern Kapitalrückflüsse von bis zu 375 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig sinken die geplanten Investitionen deutlich.

Treueprogramme gewinnen an Bedeutung
Marken, Vertriebssysteme und Loyalitätsprogramme gewinnen weiter an Bedeutung. Hyatt verweist ausdrücklich auf das Wachstum des Programms «World of Hyatt» als strategischen Vorteil. (mm/bb)