Für die künftige Entwicklung des Chasseral zeichnen sich sechs prioritäre Handlungsfelder ab. Dazu gehören die Stärkung der sanften Mobilität, etwa mit Velowegen, sowie eine bessere Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr. Gleichzeitig sollen Konflikte zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Privatverkehr reduziert werden.[RELATED]

Weitere Schwerpunkte sind der Umgang mit der ausgeprägten Saisonalität auf der ersten Jurakette. Aber auch Infrastrukturen, die zur Identität des Chasseral passen, werden berleuchtet. Zudem sollen die Sensibilisierung der Besuchenden sowie die Berücksichtigung von Landschaft und Biodiversität verstärkt werden.

Partizipativer Prozess

Die Handlungsfelder sind das Ergebnis eines seit 2025 laufenden partizipativen Prozesses im Rahmen des Projekts «Objectif Chasseral». Federführend sind der Parc naturel régional Chasseral und die Fondation Grand Chasseral sowie die involvierten Gemeinden. Daneben Organisationen wie Jura bernois.Bienne, Grand Chasseral Tourisme, Damien Marage (Umweltgeograf und Moderator des Prozesses), Vertretungen lokaler Vereine und Organisationen, die Vertreter der Métairies, die lokale Bevölkerung sowie die Nutzenden des Gebiets. Am 17. September wurden die Ergebnisse im Hotel Chasseral vorgestellt.

Umsetzung bis Ende 2026

Auf dieser Grundlage soll bis Ende 2026 ein Aktionsplan ausgearbeitet werden. Der Naturpark Chasseral koordiniert die weiteren Arbeiten im Auftrag der Fondation Grand Chasseral und der Gemeinden. Eine zentrale Frage bleibt dabei die künftige Governance des Gebiets. (mm)