Die klassische Webseite als digitales Zentrum einer Destination könnte zum Auslaufmodell werden. Davon ist Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus, überzeugt. Im Podcast «Destination Switzerland» mit Host Jürg Schmid erklärt er, wie künstliche Intelligenz das Informationsverhalten der Gäste verändert.
Destination Switzerland
Tourismusexperte Jürg Schmid spricht einmal im Monat mit spannenden Exponentinnen und Exponenten der Branche über Themen, die der Schweizer Hospitality unter den Nägeln brennen.
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Wüthrich testet die Technologie auch privat: Seine letzten Ferien habe er vollständig über KI gebucht. Bei Zürich Tourismus würden bereits heute 18 Prozent der Inhalte über die Destination ausserhalb der eigenen Webseite konsumiert.
Zürich baut eine Daten-Engine für KI
In den kommenden drei Jahren will Zürich Tourismus deshalb eine sogenannte «Engine» aufbauen. Strukturierte Daten sollen so aufbereitet werden, dass KI-Systeme darauf zugreifen können. Das Ziel: Zwei Drittel der Informationen über Zürich sollen künftig über diese Infrastruktur generiert werden. «Wir gehen davon aus, dass wir keine Webseite mehr haben», sagt Wüthrich.
Gleichzeitig will die Organisation stärker in journalistische Inhalte investieren. Eigene Fachleute könnten etwa neue gastronomische Angebote oder Erlebnisse aufspüren und einordnen.
Mehr als klassische Nachfrageförderung
Auch die Rolle der Tourismusorganisation verändert sich. Eine Organisation, die ihre Aufgaben unverändert weiterführe, brauche es möglicherweise nicht mehr, sagt Wüthrich. Marketing bleibe jedoch zentral: Die Konkurrenz zwischen Destinationen sei gross und eine Marke müsse gepflegt werden.
Zugleich richtet Zürich Tourismus den Blick stärker nach innen. Aus dem Tourismuspartner für Gäste soll zunehmend auch ein Freizeitpartner für die lokale Bevölkerung werden.
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