Die Neupositionierung geht auf einen Strategieprozess zurück, den Kitzbühel Tourismus 2021 während der Corona-Pandemie startete. Dabei seien Unternehmen, Mitarbeitende, Einheimische, Zweitheimische und Gäste einbezogen worden, sagt Veider-Walser. Die Analyse habe gezeigt, dass die Marke insbesondere mit Blick auf die Gästestruktur verjüngt werden müsse. Nach Arbeiten an Strategie, Produkten und Erlebnissen vor Ort folgte 2024 der neue Markenauftritt. Dieser löste vor allem innerhalb der Destination Widerstand aus. Es kam laut Veider-Walser unter anderem zu einer Petition und einer Volksbefragung gegen das Logo. Nach rund einem halben Jahr habe sich die Situation beruhigt. Inzwischen zeigten Messungen eine Verjüngung des Publikums und des Interesses an der Marke. Zudem seien für Wiedererkennung und Erinnerung weniger Kontaktpunkte nötig.

«Destination Switzerland»

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Winterangebot verlagert sich in höhere Lagen

Kitzbühel zählt nach Angaben der Tourismusdirektorin rund 8000 Gästebetten und eine Million Logiernächte. Rund die Hälfte der Gäste kommt in den Sommermonaten. Bei der Wertschöpfung bleibt der Winter jedoch stärker. Gleichzeitig beschäftigt die Destination die Zukunft des Wintersports. Bereits vor mehr als zehn Jahren sei bei den Bergbahnen strategisch davon ausgegangen worden, dass Wintersport unterhalb von 1600 Metern künftig weniger stattfinden werde. Das Skigebiet reicht auf über 2000 Meter. Neben Beschneiung und Klima sieht Veider-Walser eine weitere Herausforderung darin, junge Menschen aus urbanen Gebieten langfristig für den Skisport zu gewinnen.

Golf soll das Sommergeschäft stärken

Im Sommer setzt Kitzbühel unter anderem auf Golf. In der Stadt mit rund 8500 Einwohnerinnen und Einwohnern gibt es laut Veider-Walser vier Golfplätze. Mit den Austrian Alpine Open der DP World Tour holte die Destination 2026 erstmals ein grosses Golfturnier nach Kitzbühel. Das Preisgeld betrug 2,7 Millionen US-Dollar, die Live-Berichterstattung erreichte nach Angaben der Tourismusdirektorin mehr als 170 Länder. Bereits im ersten Sommer sei die Nachfrage nach dem Golfangebot deutlich gestiegen. Veider-Walser sieht im Turnier Potenzial für eine langfristige Positionierung des Sommerangebots.


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