Im Walliser Val d'Hérens öffnete am 21. August mit dem Projekt Le Rucher d’Evolène ein dezentraler Hotelbetrieb. Le Rucher bedeutet «der Bienenstock». Das Konzept orientiert sich am italienischen Modell des Albergo Diffuso, was wörtlich übersetzt «verstreutes Hotel» bedeutet. [RELATED]
Häuser und Raccards restauriert
Für das Projekt wurden Häuser und Raccards restauriert. Die traditionellen Walliser Speicher aus Holz dienten früher der Lagerung von Heu und Getreide. Bei deren Renovationen blieben Holzbalken, Steinstrukturen, alte Türen, Inschriften und Alltagsgegenstände erhalten. Ergänzt wurde die historische Bausubstanz, die zum Teil aus dem späten Mittelalter stammt, mit zeitgemässem Komfort.
Le Central startet mit sieben Zimmern
Auch das Hôtel-Restaurant Le Central im Dorfzentrum von Evolène öffnete unter dem Dach von Le Rucher seine Türen. Die Zimmer wurden in zeitgenössischem, zurückhaltendem Luxus renoviert. Dabei kommen regionale Materialien wie Lärchenholz, Naturstein und Schiefer zum Einsatz, verarbeitet in enger Zusammenarbeit mit Handwerkern aus dem Val d’Hérens.
Für die Restaurierung und Weiterentwicklung wurde unter der Leitung von CEO Steven Jacob ein Team aus internationalen und regionalen Experten zusammengestellt. Die Architekturbüros Tamaris sowie Alp’Architecture zeichnen für das Design verantwortlich. Das Studio Géraldine Dohogne, das bereits das Interieur und den Stil der Zannier Hotels prägte, entwirft die Brasserie La Pension, die später hinzukommt, während das Studio C&C die integrierten Kunstwerke beisteuert.
Zum Haus gehören ein Garten, eine Honesty-Bar sowie das Olèïnna Spa mit Whirlpool, Sauna und Massageangebot, wie es auf der Unternehmenswebsite heisst. Eine Lounge mit Bibliothek und Cheminée dient als Aufenthaltsraum.
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Erhalt des kulturellen Erbes
Das Konzept basiert auf drei Leitgedanken: dem Erhalt des kulturellen Erbes, einer bewusst entschleunigten Form der Gastfreundschaft und der unmittelbaren Verbindung zur alpinen Landschaft. Dabei versteht sich das Projekt als Alternative zum Massentourismus und setzt auf eine Form der Gastfreundschaft, die sich in bestehende Dorfstrukturen einfügt und diese langfristig stärkt.
Nach dem aktuellen Zeitplan, der auf der Website publiziert ist, sollen bis Ende 2028 weitere Zimmer und Chalets folgen. (mm/bb)