Grand- und Palacehotels stehen für Geschichte, Haltung und eine Form von Gastfreundschaft, die sich nicht neu erfinden lässt. Trotzdem müssen sich diese Häuser heute behaupten. Der Club Grand Hôtel & Palace setzt genau hier an.
Janik Tapella, was motiviert Sie als 20-Jähriger, sich im traditionsträchtigen Club Grand Hôtel & Palace zu engagieren?
Ich möchte etwas bewahren, das in der heutigen Schnelllebigkeit leicht verloren geht: Unsere Häuser stehen für Geschichte, Qualität und eine gewachsene Gastfreundschaft. Das lässt sich nicht einfach neu erfinden. Diese Werte dürfen nicht museal erstarren, sondern müssen als lebendiges Fundament weitergetragen werden.
Wir wollen diesem Identitätsverlust aktiv entgegenwirken und alle verfügbaren Ressourcen für den Erhalt dieses kulturellen Erbes einsetzen.
Die Häuser sind gut aufgestellt. Braucht es den Club überhaupt?
Ja, unbedingt, denn dank der Arbeit unserer Gründer ist der Begriff Grandhotel wieder als Qualitätsmerkmal verankert.
Wo sehen Sie in Zukunft die grössten Risiken für Grand- und Palacehotels?
Ich beginne zuerst bei den Chancen: Unsere Mitglieder profitieren von loyalen Stammgästen. Werte wie Qualität, Tradition und persönlicher Kontakt tragen langfristig zum Erfolg bei. Risiken entstehen aber dann, wenn der wirtschaftliche Druck zunimmt, was aufgrund der steigenden Kosten für Fachkräfte, Energie und Digitalisierung im Moment geschieht. Risiken gibt es auch, wenn das Interesse an Geschichte schwindet. Wir wollen diesem Identitätsverlust aktiv entgegenwirken und alle verfügbaren Ressourcen für den Erhalt dieses kulturellen Erbes einsetzen.
Was bringt der Club Grand Hôtel & Palace seinen Mitgliedern konkret?
Ein zentrales Element ist unser grosses historisches Archiv, das allen Mitgliedern offensteht. Sie können es für die Identitätssuche und das Marketing nutzen. Dazu kommt unser Auftritt in den sozialen Medien. Plattformen wie Instagram oder Tiktok sehen wir als Chance, Geschichten dort zu erzählen, wo neue Generationen zuhören. Mehr Sichtbarkeit und die Ansprache neuer Gäste sind das Ziel, ohne dass die Identität der Häuser verwässer wird.
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Wie soll sich der Club weiterentwickeln?
Mittelfristig geht es um den Ausbau unserer Markenpräsenz und einen konstanten Auftritt auf allen Kanälen. Langfristig möchten wir unser Netzwerk weiter vergrössern und unsere Dienstleistungen so einsetzen, dass sie für alle Mitglieder effizient und sinnvoll sind.
Welche Verantwortung tragen Grandhotels für das Bild der Schweiz als Reisedestination?
Für mich sind Grandhotels mehr als Gebäude oder Marken. Es sind Erinnerungsorte, geprägt von Menschen über Generationen hinweg. Diese Häuser haben das Bild der Schweiz mitgeformt. Unsere Vision ist es, diesem Erbe auch in Zukunft eine starke Stimme zu geben.
