Hospitality Insight
Jeden Monat unterhält sich Redaktor Gaston Haas im Videocast der htr hotelrevue mit Persönlichkeiten aus Hotellerie und Tourismus über die aktuellen Themen der Branche.
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Toby Treichler denkt Tourismus nicht in erster Linie als Vermarktung. Vielmehr versteht der Direktor von Rapperswil Zürichsee Tourismus und der Einsiedeln-Ybrig-Zürichsee AG seine Aufgabe als Entwicklung eines Lebensraums. «Wir wollen nicht einfach Marketing betreiben.» Angebote müssten so gestaltet sein, dass sie Einheimische ebenso ansprechen wie Gäste.
Die Lage zwischen Zürich, Einsiedeln und dem Zürcher Obersee sieht Treichler dabei als Stärke. Die Region könne sich als «Boutique-Region» positionieren: kleiner und weniger überlaufen als grosse Destinationen, dafür mit eigenständigen Erlebnissen rund um das Kloster Einsiedeln, die Insel Ufenau oder das Schloss Rapperswil.
Kooperation statt Werbedruck
Mit den Werbebudgets grosser Destinationen könne und wolle die Region nicht konkurrieren. Stattdessen investiere man in Beziehungen zu Bevölkerung und Partnerorganisationen wie Zürich Tourismus. Kantonsgrenzen sollen dabei keine Barrieren bilden. «Synergien sind nachhaltiger, als wenn jede Destination nur ihr eigenes Gärtchen pflegt», sagt Treichler.
Auch die Nutzung künstlicher Intelligenz ist für den Tourismus-Profi selbstverständlich. Sie soll Routinen und administrative Prozesse effizienter machen. Die gewonnene Zeit könne dort eingesetzt werden, wo der Mensch entscheidend bleibe.
Wenige Geschichten, gezielt erzählt
Zur Lebensraumentwicklung gehört für Treichler auch eine bewusste Kommunikation. Nicht jede historische Geschichte müsse erzählt werden. Entscheidend sei die Auswahl jener Inhalte, welche die Region verständlich und erlebbar machten. «Gute Kommunikation heisst auch, bewusst zu kuratieren.»
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