Die Frühjahrssession bringt für die Beherbergung mehrere positive Entscheide. Im Zentrum steht die Annahme der Motion von Beat Rieder. Sie fordert: «Das freiwillige Trinkgeld ist nicht Teil des Gehalts.»

Der Ständerat hat die Vorlage am 2. März deutlich angenommen. Für die Branche bedeutet dies mehr Rechtssicherheit. Trinkgelder gelten damit klar als Ausdruck persönlicher Wertschätzung und nicht als Lohnbestandteil.

Der Entscheid reagiert auch auf die zunehmende Verbreitung digitaler Zahlungsmittel. Diese hatten zuletzt zu Unsicherheiten bei Abgaben und Steuern geführt.

HotellerieSuisse wertet den Entscheid als wichtiges Etappenziel. Mitarbeitende werden vor zusätzlichen Abzügen geschützt, Betriebe administrativ entlastet.

Sozialpartnerschaft gestärkt
Ein weiterer Entscheid betrifft die Mindestlöhne. Künftig können allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge kantonale Mindestlöhne unter bestimmten Bedingungen übersteuern.

Das Parlament stärkt damit die Sozialpartnerschaft. Branchenlösungen erhalten mehr Gewicht, gleichzeitig verhindert eine Besitzstandsklausel Lohnsenkungen in betroffenen Kantonen.

Tourismusförderung bleibt stabil
Auch bei den Bundesfinanzen setzt das Parlament ein Zeichen. Im Rahmen des Entlastungspakets verzichtet es auf überproportionale Kürzungen in der Tourismusförderung.

Programme wie Innotour und die Neue Regionalpolitik bleiben zentrale Instrumente. Schweiz Tourismus muss jedoch mit rund zehn Prozent weniger Mitteln auskommen.

Für die Branche bedeutet dies Stabilität, gleichzeitig aber Anpassungsbedarf in der Marktbearbeitung.

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