Zweimal jährlich treffen sich die Präsidentinnen und Präsidenten der 13 Regionalverbände mit der Verbands- und Geschäftsleitung von HotellerieSuisse. Die Regionalverbandskonferenz (RVK) bildet dabei das strategische Bindeglied zwischen den Regionen und dem nationalen Verband. Mitte September fand die jüngste Ausgabe in Bern statt.

Die Ausgangslagen, welche die Regionalverbände einbringen, sind unterschiedlich. Während einzelne Regionen mit Tourismusakzeptanz, Wohnraumdruck oder regulatorischen Fragen konfrontiert sind, stehen andernorts Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder die wirtschaftliche Entwicklung von Destinationen im Vordergrund.

Die RVK führt diese Perspektiven zusammen. Die Rückmeldungen aus den Regionen zeigen, wo Handlungsbedarf besteht und wie sich politische Entscheide auf die Beherbergungsbetriebe auswirken können. Damit liefern sie zugleich Grundlagen für die strategische und politische Arbeit von HotellerieSuisse.

Kurzzeitvermietungen beschäftigen die Regionen

Wie dieser Austausch funktioniert, zeigte sich in Bern am Beispiel der touristischen Kurzzeitvermietungen. Vertreterinnen und Vertreter aus Genf, dem Wallis und dem Berner Oberland berichteten von Herausforderungen rund um Wohnraum, Sicherheit und unterschiedliche regulatorische Anforderungen.

Dabei zeigte sich auch, wie verschieden die Situation je nach Region ist. Während in einigen Destinationen die Wohnraumknappheit im Vordergrund steht, beschäftigen andere vor allem Fragen zur Regulierung oder zum Vollzug.

Aus solchen Rückmeldungen entwickelt HotellerieSuisse seine politische Arbeit weiter. Bei den touristischen Kurzzeitvermietungen stehen fünf Forderungen im Zentrum: mehr Datentransparenz, faire Wettbewerbsbedingungen für gewerbliche Beherbergungsangebote, mehr Verantwortung der Plattformen, Handlungsspielraum für Kantone und Gemeinden sowie der Schutz von Wohnraum dort, wo tatsächlich Nutzungskonflikte entstehen.

MWST, Trinkgelder und SGH-Gesetz

Die Kurzzeitvermietungen waren eines von mehreren politischen Themen der jüngsten Konferenz. Diskutiert wurden zudem die Zukunft des MWST-Sondersatzes, die geplante Abgabenbefreiung von Trinkgeldern sowie die laufende Revision des SGH-Gesetzes.

Daneben richtete sich der Blick auf die anstehenden Verbandsleitungswahlen. Die Regionalverbände erhielten einen ersten Einblick in die Kandidaturen für die frei werdenden Sitze. Die Kandidierenden stellten sich den Vertreterinnen und Vertretern der Regionen vor und standen für Fragen und den persönlichen Austausch zur Verfügung.

Von der Region auf die nationale Ebene

Die Regionalverbandskonferenz ist Teil der Entscheidungsprozesse innerhalb von HotellerieSuisse. Die Geschäftsführerkonferenz koordiniert die operative Zusammenarbeit zwischen den Regionalverbänden und der nationalen Geschäftsstelle. Die RVK bereitet strategische und politische Themen vor.

Zentrale Entscheide werden schliesslich an der Delegiertenversammlung gefällt. Damit können regionale Erfahrungen frühzeitig in die Verbandsarbeit einfliessen. Gleichzeitig müssen unterschiedliche Ausgangslagen zu gemeinsamen Positionen zusammengeführt werden.

Die Konferenz in Bern zeigte diesen Prozess anhand konkreter Themen: Regionale Herausforderungen werden eingebracht, Unterschiede diskutiert und gemeinsame Anliegen herausgearbeitet. So entsteht die Verbindung zwischen der Situation der Betriebe vor Ort und der nationalen Interessenvertretung. (mm/ nde)


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